Artikeldatenblatt : 458265
Paar wichtige, fein geschnitzte und vergoldete Holzpyramiden, Norditalien, spätes 18. Jahrhundert, neoklassische Epoche
Epoche: Zweite Hälfte des 18. Jh.
Maße H x B x T  
Maße: cm H 174 x B 72 x T 35 Preis: Vertrauliche Verhandlung Das Objekt wird mit einem Echtheitszertifikat geliefert. Dieses außergewöhnliche Paar großer, fein geschnitzter und vergoldeter Holzkerzenpyramiden wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Norditalien, in der neoklassischen Epoche, gefertigt. Die Struktur besteht vollständig aus geschnitztem und vergoldetem Holz, auf einem dreieckigen Pyramidenfuß stehend: Dieser Kniff ermöglicht es, das Volumen optisch zu verschlanken und die Basis in einer Dreiviertelansicht fast "verschwinden" zu lassen, wodurch die Pyramiden sich besonders gut für die Aufstellung in der Nähe von Ecken, architektonischen Nischen oder Wandvertiefungen eignen. Der untere Teil der Pyramide erweitert sich zu einem Regal mit profiliertem Rand und einer Palmettenverzierung, die die neoklassizistische Dekorationssprache aufgreift und auf einem rechteckigen Sockel ruht. Der Aufbau entwickelt sich als kunstvoller, durchbrochener vertikaler Ranken, belebt durch ein reiches Geflecht aus Voluten, Ranken und pflanzlichen Motiven. An den Seiten erheben sich große, kräftig geschnitzte Akanthusblätter mit ausgeprägten Blattadern und welligen Rändern, die sich zu umhüllenden Voluten falten und einen natürlichen Rahmen für das zentrale Element bilden. Die Voluten, zwischen denen Blätter und Blumen eingefügt sind, lockern die Ablesbarkeit von Volumina und Leerräumen auf und schaffen ein raffiniertes Zusammenspiel der Elemente. In der Mitte jeder Pyramide sticht ein eleganter, klassizistischer Krug mit dünnem Rand hervor, der auf einem gedrechselten Fuß steht und mit Bändern und Blumengirlanden verziert ist. Der Krug wird von einem Büschel geschnitzter Blumen gekrönt, das den visuellen Mittelpunkt des Ganzen bildet. An der Spitze des Kruges winden sich flatternde Bänder um die Voluten und tragen zur Definition der neoklassizistischen Eleganz des Designs bei. Der obere Teil öffnet sich als eine Art Fächer aus symmetrischen Voluten und Akanthusblättern, die in sieben Kerzenhalterarme auf mehreren Ebenen mit leichtem Bogenverlauf und herausnehmbaren, gedrechselten und vergoldeten Holztropfschalen enden. Auf der Rückseite erleichtern zwei Holzgriffe die Bewegung. Jede Pyramide hat somit sieben Lichtpunkte, die derzeit als Kerzenhalter konfiguriert sind, aber leicht in Lampen umwandelbar sind, mit der Möglichkeit, Lampenschirme hinzuzufügen, um das Licht zu dämpfen und den szenografischen Wert des Objekts zu unterstreichen: die schlanke Vertikalität, der Reichtum der Schnitzereien und die beträchtliche Höhe machen sie perfekt für den Einsatz als echte Salon-, Arbeitszimmer- und monumentale Eingangstresore. Der Gesamteffekt ist der von zwei leichten und anmutigen leuchtenden Skulpturen von großer szenografischer Präsenz, die sowohl mit einem klassischen Interieur als auch mit einer zeitgenössischen Umgebung in Dialog treten können, wo das pyramidenförmige Design und die drahtige Silhouette zum Protagonisten werden. Aufgrund der dreieckigen Form der Basis und des vertikalen Verlaufs des Körpers können die Pyramiden an die Wand gestellt, vor eine Holzverkleidung oder in eine Eckposition gestellt werden, wodurch das Paar nicht nur als wichtiges Einrichtungsdetail, sondern auch als bedeutendes Zeugnis der italienischen neoklassischen bildenden Kunstkultur dient. Eine konservierende Restaurierung wird in Kürze durchgeführt.
Brozzetti Antichità 
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